| Geomorphologie |
|
|
|
| Geschrieben von Administrator | |||||||
| Montag, 24. Dezember 2007 | |||||||
TertiärDurch die morphologischen Prozesse Verwitterung, Erosion und Akkumulation wurde das geologisch-tektonische Gefüge nachgezeichnet und vielfach im Relief erst sichtbar gemacht. Unter wechselfeuchten Klimabedingungen wie sie im Tertiär anzutreffen waren entwickelte sich ein flachwelliges Relief, welches durch morphologische Prozesse im Pleistozän wieder überformt wurde. Durch seitliche Erosion und Flächenspülungen schufen die Flüsse eine Einebnungsfläche welche sich vom Harz bis zum Thüringer Becken erstreckte. Die im Eozän einsetzende Salzauslaugung war an die mächtigen Lagerstätten des Zechsteins gebunden. Oberflächenwässer gelangten durch die das Zechstein abdeckenden Triasschichten und lösten dort das Salz. Das salzhaltige Wasser wurde im Untergrund weggeführt und stieg in Form von Solequellen wieder an die Oberfläche. Zeugen dieser noch heute stattfindenden Salzauslaugung sind die leicht aufzufindenden Solequellen bei Auleben und Bad Frankenhausen. Der Prozeß der Salzauslaugung dehnte sich vom Harzrand zum Kyffhäuser während des Oligozäns bis östlich des Gebirges aus und drang in mio-pliozäner Zeit an dessen Südrandstörung nach Westen. Allerdings wurden dadurch keine Niederungen, sondern nur einzelne Einsturzbecken, die sich nacheinander reihten, geschaffen.PleistozänEine starke Expansion der Salzauslaugung erfolgte im Pleistozän, hier erfolgte durch tektonische Bewegungen eine starke Belebung der unterirdischen Prozesse. Während dieser Zeit wurde die Talung Goldene Aue angelegt, welche sich in Verbindung mit der Frankenhäuser Talung zum Unstrutried vereinigt. Durch fluvilimnogene Ablagerungsprozesse wurden grobe Gerölle und Kiese auf der Talebene abgelagert, welche mancherorts eine Schichtmächtigkeit von einigen 10-ner Metern erreichten. Erdfälle, Schrägstellungen von Gebäuden (Bsp.: der Oberturm der Frankenhäuser Kirche) und die mächtigen Auelehm- und Auetonsedimente zeugen noch heute davon, daß diese Lösungsprozesse nicht abgeklungen sind. Eine am Ende des Tertiärs beginnende und sich im Pleistozän verstärkende Klimaerwärmung intensivierte die Eintiefungsphase der Flüsse. EiszeitenZu den Eiszeiten, welche einen großen Einfluß auf das Harzvorland hatten, wäre nur die Elstereiszeit zu nennen. Frühere Kaltzeiten zeigten nur eine klimatische Wirkung. Das Einsetzen der großen Inlandvereisungen hatte sowohl auf die Flußarbeit als auch auf die flächenhafte Abtragung einen großen Einfluß. Fluviglaziale Kiese, Bändersande und Grundmoränen zeigen den zeitlichen Ablauf der Vereisung und die räumliche Verteilung des Inlandeises. Ein den Eiszeiten anheftender Prozeß ist die Frostsprengung; durch diese entstand ein grober Gesteinsschutt, der von der Solifluktion erfaßt , den Flüssen zu und durch diese teilweise wieder abgeführt wurde. Ein gewisser Teil blieb aufgrund der hohen Belastung der Vorfluter zurück und führte durch Sedimentation mächtige Schotterterassen auf den Talböden. Nach dem Ende einer jeden Eiszeit war es den Flüssen wieder möglich sich in diese einzuschneiden und somit 5 Schotterterassen zu bilden, von denen sich jede einer Eiszeit zuordnen lassen kann. Zusammen mit der Salzauslaugung formten die Kalt- und Warmzeiten das Relief. Zeugen dieser Tätigkeiten sind nicht nur die Schotterterassen, sondern auch die Solifluktionsdecken, welche flächendeckend den Hängen des Südharzes aufliegen. Zusammenfassung und FazitIm Gegenzug zu den Prozessen im Tertiär schufen die Prozesse im Pleistozän strukturelle Formen im Relief. Weichere Gesteinsschichten wurden durch die Witterung hinweggeräumt, während Schichten, die widerstandsfähiger waren, Höhenzüge bildeten. Die Vielfalt der Gesteine, die tektonischen Bewegungen und die Auslaugungsvorgänge schufen so ein wechselvolles Formenbild, das von Nord nach Süd eine deutliche Gliederung aufweist. Parallel zum Harzrand ist durch die Flußtätigkeit eine breite Talung entstanden, die durch die steile Nordrandstufe des Kyffhäusers begrenzt wird. Eine dieser kleinen Harzrandflüsschen ist die Thyra, welche von Stolberg (Quelle) kommend durch den Ort fließt, und dann in die Helme fließt, welche den Kelbraer Stausee speisst.
Powered by !JoomlaComment 3.26
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
|||||||
| Letzte Aktualisierung ( Montag, 24. Dezember 2007 ) | |||||||
| < zurück | weiter > |
|---|



