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Vom Thüringer Reich bis zum Ende des Königreiches Karl des Großes |
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Geschrieben von Administrator
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Montag, 24. Dezember 2007 |
Am Ende Der Römischen Kaiserzeit begann die Urgesellschaft endgültig zu zerfallen. In der Folge entstanden die Germanischen Königreiche. Zeitgeschichtlich wird diese Periode, vom Beginn des 5.Jahrhunderts bis um 800 als Frühmittelalter, bis 750 auch als Völkerwanderungszeit , bezeichnet. Damals wurden durch die Bewohner, durch den Stammesadel, durch die Freien und die Unfreien einer oder mehrerer Siedlungen eine sogenannte Markgenossenschaft gebildet. Diese stellte eine Art wirtschaftlichen Verband dar.
Dem Vorsteher, einem sogenannten Thunginus, Hund oder Hunt oblag nicht nur die Pflicht zur Eintreibung und Abführung der öffentlichen Abgaben, er war auch Vorsteher des Markgerichtes. Dieses Markgericht war eine Gerichtssitzung und hieß das Ding (Thing); es wurde auf einer Dingstätte abgehalten, welche meist mit einer Linde (Gerichtslinde) bepflanzt, durch einen Ringwall oder Zaun abgegrenzt war und gewöhnlich in der Mitte des Territoriums der Markgenossenschaft lag. Die noch heute bestehende Waldgenossenschaft Siebengemeindewald wird als in dieser Zeit entstanden angesehen. Ein solches Gericht lag südlich der Bergaer Kirche und war nicht nur mit einer Gerichtslinde, sondern auch mit einem Steinkreuz ausgestattet. Das Bergaer Gemeindesiegel hat den Lindenbaum auf einem Hügel, das Steinkreuz und zusätzlich einen Seyerturm als Attribute aufgenommen. Westlich der Bergaer Kirche, auf dem Loh, soll einst eine Burg gestanden haben. Von der Ausdehnung dieser Anlage läßt sich oberirdisch kein genaues Bilde mehr machen. Heute lassen sich von den alten Befestigungsanlagen nur noch sehr verflachte Wallgräben und Mörtelreste auf dem Acker westlich der Kirche und des Friedhofes erkennen. Die Ummauerung aus grob bearbeiteten Steinen des alten Friedhofes, in ihrer ursprünglichen Gestalt an der West- und Südseite noch in großen Teilen erhalten, ist der Rest einer vermutlich noch mittelalterlichen Befestigung. Gut erhalten sind auch mehrere teilweise noch offene Schießscharten.
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