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Montag, 24. Dezember 2007 |
An die Laténezeit schließt sich vom 1. bis zum 4. Jahrhundert unserer Zeitrechnung die Römische Kaiserzeit an. Das Gebiet um Berga gehörte nun zu denen der Hermunduren. Damals lebte man in kleinen, überall verstreuten Ansiedlungen mit nur wenigen Gehöften. Die Häuser waren aus Fachwerk mit Lehmbewurf gebaut. Menschen und Haustiere lebten darin unter einem Dach. Hauptwirtschaftszweige waren der Acker und die Viehzucht. Es gab aber auch schon eine Schicht spezialisierter Handwerker, besonders für die Metallverarbeitung.
In der Periode der Römischen Kaiserzeit vollzog sich abermals ein Wandel in der Bestattungsform. In der frühen Kaiserzeit, zu Beginn unserer heutigen Zeitrechnung, herrschte noch die Leichenverbrennung und Urnenbestattung vor. Später vollzog sich der Wandel zur Körperbestattung in Erdgräbern. Charakteristisch ist dabei eine Nord-Süd Ausrichtung. Aus der Römischen Kaiserzeit liegen die ersten schriftlichen Nachrichten, aus den Händen griechischer und römischer Schriftsteller vor. In dieser Periode fanden die hauptsächlichsten kriegerischen Auseinandersetzungen der germanischen Stämme mit den Römern statt. Angehörige des germanischen Stammesadels leisteten Kriegsdienste im römischen Heer. Sie brachten auch Erzeugnisse römischer Handwerker mit in ihre Stammesgebiete. Auf Grund der geringen Fundhäufigkeit am Südharzrand wird ein Bevölkerungsrückgang vermutet. Nur wenige Funde aus dieser Zeit liegen aus dem Stauseebereich und von einer Fundstelle westlich von Berga vor. Es gibt noch keinen archäologischen Beweis dafür, daß die Römer in der Goldenen Aue waren.
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