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Talsperre Kelbra PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 24. Januar 2006

Talsperre Kelbra

Daten

Bauzeit: 1962 - 1966
Höhe über Talsohle: 7 m
Höhe über Gründungssohle: 7,8 m oder 12,7 m (verschiedene Angaben)
Höhe der Dammkrone: 159,00 m ü. NN
Speicherraum: 35,6 Mio. m³
Betriebsraum: 12,3 Mio. m³
Gewöhnlicher Hochwasserschutzraum: 23,3 Mio. m³
Dauerstauziel: 155,25 m ü. NN
Vollstau: 157,00 m ü. NN
Wasseroberfläche bei Dauerstau: 600 ha
Wasseroberfläche bei Vollstau: 1430 ha
Dammvolumen: 436.700 m³ (Hauptdamm) + 55.000 m³ (Nebendamm)
Kronenlänge: 4066 m (Hauptdamm) + 3379 m (Nebendamm)
Kronenbreite: mindestens 2,29 m, meist 5 m
Böschungsneigung luftseitig: 1:2
Böschungsneigung wasserseitig: 1:3
Einzugsgebiet: 677,4 km²
Bemessungshochwasser: 277 m³/s

Die Talsperre Kelbra (bzw. "Hochwasserrückhaltebecken Kelbra") ist eine in den 1960er Jahren zum Schutz vor Überschwemmungen in der Goldenen Aue zum größten Teil in Sachsen-Anhalt, unmittelbar an der Grenze zu Thüringen errichtete Talsperre. Sie dient der Aufnahme der vorwiegend über die Helme und ihre Nebenflüsse aus dem Harz in das Harzvorland abfließenden Wassermengen. Außerdem dient das Becken der Bewässerung, der Fischerei und der Freizeiterholung.

Das Hochwasserrückhaltebecken wird gemeinsam und kooperativ von der Thüringer Fernwasserversorgung und dem Talsperrenbetrieb des Landes Sachsen-Anhalt gesteuert.

Stausee und Freizeit

Der Stausee hat im Dauerstau eine Fläche von rund 600 ha und einen zusätzlichen Hochwasserschutzraum von 23 Millionen m³. Die Talsperre ist weitgehend für touristische Zwecke nutzbar und liegt westlich von Kelbra (Landkreis Sangerhausen) und am Fuß des Kyffhäuser-Gebirges.

Am Stausee gibt es Möglichkeiten zum Segeln und Surfen, einen Badestrand, Campingplatz, Bootsverleih, und außerdem eine Gaststätte sowie weitere Einrichtungen.

Bauwerke

Der Hauptdamm und der Nebendamm sind Erddämme aus Kies und bindigen Erdstoffen. Beide haben eine geneigte Innendichtung aus Lehm an der Wasserseite.

Zunächst war nur ein grünes Rückhaltebecken geplant. Später wurde ein Nebendamm gebaut, um eine ständige Staufläche zu schaffen. Somit gibt es jetzt zwei nebeneinander liegende Becken, wovon das untere im Dauerstau mit einem Betriebsraum von 12,3 Mio. betrieben wird. Das obere wird nur im Hochwasserfall eingestaut.

Der Probestau dauerte bis 1969, so dass die Becken erst 1969 in Betrieb genommen werden konnten.

Geografische Lage

  • 10° 59' Ost
  • 51° 26' Nord

Literatur

  • Talsperren in Thüringen, Thüringer Talsperrenverwaltung, Autorenkollegium, 1993

Weblinks

Siehe auch:

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