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Goldene Aue PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 3. Januar 2006

Goldene Aue

Die Goldene Aue ist eine Landschaft zwischen Nordhausen (Thüringen) und Sangerhausen (Sachsen-Anhalt). Sie erstreckt sich zwischen dem Südrand des Harzes im Norden und der Windleite und dem Kyffhäuser im Süden und wird von der Helme durchflossen.

Ursprünglich wurde nur der Bereich um die Aumühle zwischen Görsbach und Auleben, in dem sich die Wüstung des Dorfes Langenrieth befindet, als Goldene Aue bezeichnet. Heute wird unter diesem Begriff gewöhnlich nicht nur das mittlere, sondern oft auch das untere Helmetal verstanden.

Das vorwiegend landwirtschaftlich geprägte Gebiet war bis in die 1960er Jahre durch die aus den Harzflüssen stammenden Hochwasser stark überschwemmungsgefährdet. Als Gegenmaßnahme wurde daher seinerzeit die Talsperre Kelbra errichtet, die zusammen mit einem vorgeschalteten Rückhaltebecken den Hochwasserschutz gewährleistet.

Durch die Goldene Aue führte die Heerstraße von Nordhausen nach Merseburg. Heute wird sie von der Bundesstraße 80 und der in Bau befindlichen Autobahn A 38 erschlossen.

Sehenswertes

Sehr sehenswert ist das kleine Heimatmuseum im Humboldtschen Schloss in Auleben. Gleich daneben befindet sich das Museum "Neuer Rüxleber Hof". Nur wenige Kilometer entfernt liegt das Schloss Heringen/Helme, bekannt durch seinen mittelalterlichen Markt. Ein weitere Besonderheit bietet Heringen. Weil das Geld nicht für einen richtigen hohen Glockenturm reichte, wurde die Glocke einfach neben die Kirche gestellt.

Natur

Bekannt ist Auleben auch durch die naheliegende Gipskarstlandschaft, mit einer recht einmaligen Flora und Fauna, die in dieser Zusammensetzung schützenswert ist. Zur Zeit der Vogelzüge kann man am nahegelegenen Stausee Kelbra viele Vögel beobachten, weil der Stausee ein sehr geeigneter Rastplatz ist.

Vom Europadorf Auleben führen viele Wege über den im Süden gelegenen Bergrücken der Windleite nach Sondershausen.

Klima

Das Kyffhäusergebiet liegt im Regenschatten des Harzes und des Thüringer Waldes. Daraus erklären sich die relativ geringen Niederschläge für den gesamten Raum. Durch die starke Reliefgliederung ergeben sich aber bemerkenswerte lokalklimatische Unterschiede. Die geringsten mittleren Jahresniederschläge erhalten die Niederungen der Goldenen Aue und der Frankenhäuser Talung mit weniger als 500 mm. In Artern, am Ostrand des Kyffhäusers gelegen, wurde sogar eine Niederschlagssumme von 450 mm gemessen.

Neben den Mittelgebirgen wirken sich auch die Hainleite und der Kyffhäuser als Regenfänger aus. Die vorherrschenden Südwestwinde werden zum Aufsteigen gezwungen, bringen dort mittlere Jahresniederschläge in Höhe von 550 mm und fallen dann föhnartig in die Talungen ein.

Die absteigende Luftbewegung führt zu einer Erwärmung und somit zur Auflösung der Wolkenfelder. Die größte Stauwirkung macht sich am Harzrand bemerkbar, wo die Niederschläge schon im Vorland bei Agnesdorf auf 567 mm ansteigen, in Stolberg aber 758 mm erreichen.

Das Maximum der Niederschläge liegt im Allgemeinen in den Sommermonaten; jedoch herrscht zum Harz hin der Mittelgebirgstyp mit Winterniederschlägen vor, die zumeist in fester Form fallen. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt in den Niederungen etwas mehr als 8°C und schwankt im Bereich der Höhenzüge zwischen 7 und 8°C.

Diese Differenzen zeigen sich aber auch bei den mittleren Monatstemperaturen. So liegen sie im angrenzenden Unterharz und Kyffhäuser im Januar unter -1°C, im Juli unter 17°C,während in den Niederungen für die gleichen Monate Werte von -0,3°C und um 18°C ermittelt wurden.

Durch die von den Höhen abfließenden Luftmassen bilden sich in den Auegebieten im Winter und Frühjahr zeitweilig Kaltluftseen, so dass die Obstbaugebiete wegen der Frostgefahr an den Hängen liegen und nicht auf die Talböden übergreifen.

 

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