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Geschichte des Landkreises |
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Mittwoch, 21. Dezember 2005 |
Die Geschichte des Landkreises
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- 531
Untergang des Reiches der Thüringer. Es erfolgt die Aufteilung Thüringens in Einflusssphären der Franken und Sachsen. Der Sachsgraben, auf halbem Weg zwischen Sangerhausen und Wallhausen, bildet die Grenze.
- 723
Bonifatius wirkt als päpstlicher Missionsbischof in der Region Sangerhausen (Bonifatiusplatz in Sangerhausen).
- 909
In der Pfalz Wallhausen vermählt sich Sachsenherzog Heinrich mit Mathilde. Heinrich I. wird 919 zum ersten deutschen König gewählt.
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- 912
Otto, Sohn von Mathilde und Heinrich, wird in Wallhausen geboren. Otto I. wird 936 in Aachen zum König erhoben.
- 935
Heinrich I., inzwischen deutscher König, urkundet in der Pfalz Allstedt.
- 972
Otto II. macht die Pfalz Tilleda seiner Frau Theophanu, einer byzantinischen Prinzessin, zur Hochzeit zum Geschenk.
- 991
Otto III. benennt in einer Urkunde vom 4. Oktober, ausgestellt in Bodfeld, 13 Dörfer d. Region, darunter auch Sangerhausen.
- 1040
Cäcilie von Sangerhausen ("Die hohe sächsische Frau") heiratet den Grafen Ludwig mit dem Barte und bringt Sangerhausen als Heiratsgut ein - Sangerhausen wird Hauptort der Grafschaft.
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- 1056
Ludwig der Springer, Sohn von Cäcilie und Ludwig mit dem Barte, wird geboren (gest. 1123). Er veranlasst den Bau der Sangerhäuser Ulrichkirche 1116 - 1123, eine der bedeutendsten romanischen Kirchen der gesamten Harz-Kyffhäuserregion (Straße der Romanik).
- um 1150
Minnesänger Heinrich von Morungen wird auf der Burg Altmorungen geboren (gest. 1222)
- 1169, 1174, 1188
Kaiser Friedrich I. Barbarossa hält Reichstage in den Pfalzen der Region Wallhausen, Tilleda und Allstedt ab.
- 1194
Aussöhnung Kaiser Heinrich VI. (Staufer) mit dem Welfenherzog Heinrich dem Löwen in der Pfalz Tilleda
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- um 1200
Sangerhausen erhält Stadtrecht.
- 1201
Stolberg wird als Grafenburg gegründet und ist seither der Hauptort der gleichnamigen Grafschaft.
- 1249
Sangerhausen kommt an die Wettiner und 1265 an Dietrich von Landsberg.
- 1291
Sangerhausen wird von dem Markgrafen von Brandenburg erworben.
- 1340
Sangerhausen kommt zum Herzogtum Braunschweig.
- 1372
Sangerhausen geht an die Markgrafschaft Meißen.
- 1485
Sangerhausen kommt zum Kurfürstentum Sachsen bis 1815 (zwischenzeitlich von 1656 bis 1746 zum Duodezherzogtum Sachsen-Weißenfels gehörig).
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- 1523
Thomas Müntzer wird Pfarrer in Allstedt.
- 1524
Müntzer hält am 13.07. die "Fürstenpredigt" und muss danach Allstedt verlassen. Im Bauernkrieg wird er nach der Schlacht bei Frankenhausen am 15.05.1525 gefangengenommen und am 27.05. bei Mühlhausen hingerichtet.
- 1539
Die Reformation führt auch in Sangerhausen zu Veränderungen. Es beginnt in der Region die Blütezeit des Bergbaus, die auch in den folgenden Jahrzehnten anhält.
- 1626, 1632, 1636
Es kommt zu den schlimmsten Plünderungen in der Region während des 30-jährigen Krieges. Der Bergbau wird für Jahrzehnte eingestellt und erst 1675 wieder aufgenommen.
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- 1713 - 1736
Sangerhausen ist Residenzstadt für Herzog Christian.
- 1815
18. Mai - Preußen erhält von Sachsen durch den Wiener Frieden u.a. das ehemalige Herzogtum Sachsen-Weißenfels. Damit fällt das Amt Sangerhausen an die Preußische Krone. Bereits seit 1808 gehören zum Amt Sangerhausen die Mansfelder Gebiete, Stadt und Amt Artern, Amt Bornstedt, Amt Voigtstedt und Gehofen.
- 1816
1. Oktober - Gründungstag des Landkreises Sangerhausen und Beginn der Verwaltungsarbeit im landrätlichen Kreis Sangerhausen. Die Stadt Sangerhausen wird Kreisstadt. Erster Landrat ist der 42jährige W. F. C. Ludwig Krug von Nidda aus Gatterstedt. Das Landratsamt befindet sich im Sittichenbacher Hof, An der Trillerei 4.
- 1873
Einführung der Kreisordnung. Die Aufgaben des Landrates werden erweitert und die kommunale Selbstverwaltung wird aufgebaut. Es gibt nun einen Kreistag und den Kreisausschuss.
- 1945
Die zum Freistaat Thüringen gehörende Verwaltungsexklave Amt Allstedt wird dem Landkreis Sangerhausen zugeordnet.
- 1951 - 1990
Der Kupfererzbergbau ist der dominierende Industriezweig im Landkreis. In diesen 39 Jahren werden ca. 27 Mio. Tonnen Kupferschiefer gefördert, woraus etwa 600000 Tonnen Kupfer und 3000 Tonnen Silber gewonnen wurden.
1951 (09. September) |
Förderung des 1.Wagens Kupferschiefer aus dem Thomas-Müntzer-Schacht in Sangerhausen |
1957 (30. April) |
Inbetriebnahme der Förderung auf dem Bernhard-Koenen-Schacht in Niederröblingen |
| 1964 |
Betriebsbeginn in der Schachtanlage Nienstedt |
1990 (10. August) |
Einstellung der Kupfererzförderung |
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- Der Kupferbergbau beeinflusst die Entwicklung der Stadt Sangerhausen.
Die Einwohnerzahl Sangerhausens steigt von 12000 (1945) auf 21.000 im Jahre 1956 bis auf 34.000 im Jahr 1989.
- 1952
Gebietsreform am 15. September - Der Kreis wird territorial neu gegliedert. Artern, Bornstedt, Gehofen, Voigtstedt, Uthleben, Heringen und Wippra werden abgetrennt. Das Kreisgebiet verringert sich von 773 qkm auf 689 qkm.
Das Spengler-Museum in Sangerhausen wird als erster Museumsneubau der DDR eröffnet.
- 1959
Von 1959 bis 1979 findet die Gesamtgrabung der mittelalterlichen Pfalz Tilleda durch die Akademie der Wissenschaften der DDR statt. Erst dadurch wird die Ausdehnung der Pfalz mit Vorburg, Hauptburg, Wirtschaftsgebäuden und Sicherungsanlagen bekannt. Insgesamt werden die Grundflächen von 220 Gebäuden ermittelt.
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- 1963
Sangerhausen erhält ein neues Bahnhofsgebäude.
- 1966
Nach fünfjähriger Bauzeit wird das Rückhaltebecken als Hochwasserschutzanlage in Kelbra fertiggestellt.
- 1987
Von 1987 bis 1990 wird der Aussichtsturm Josephskreuz auf dem Großen Auerberg, mit 579 m höchster Berg im Kreis Sangerhausen, umfassend rekonstruiert. Das Josephskreuz ist das größte eiserne Doppelkreuz der Welt.
- 1989
Die Eisenbahnverbindung von Halle über Lutherstadt Eisleben, Sangerhausen, Nordhausen bis Kassel wird von Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre elektrifiziert.
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- 1996
Am 19. September 1. Spatenstich für den Bau der Südharzautobahn A 38.
28. September bis 01. Oktober - Feierlichkeiten anlässlich des 180-jährgen Bestehens des Landkreises
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2004 Mit dem 1. Januar gibt es im Landkreis die neue Verwaltungsgemeinschaft "Goldene Aue", zu der sich die beiden VG "Helme" und "Kyffhäuser" zusammenschlossen. Sitz des gemeinsamen Verwaltungsamtes ist Kelbra. Mitglieder sind die Stadt Kelbra sowie die Gemeinden Berga, Brücken, Edersleben, Hackpfüffel, Martinsrieth, Riethnordhausen, Tilleda und Wallhausen. Die Zahl der Verwaltungsgemeinschaften im Landkreis hat sich damit von 8 auf 7 reduziert.
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